Das smarte Zuhause: Intelligente Entscheidung?

9. Mai 2018

Fernsteuerung, Automatisierung und anderes mehr: Das „Smart Home“ soll unser Leben erleichtern. Die Nachfrage nach intelligenten Bauten steigt stetig und so auch die Anforderung an die Architekten.

Beim intelligenten Wohnen vernetzen sich einzelne Elemente selbstständig untereinander und ermöglichen so u.a. eine bessere Energieeffizienz. Wärmesensoren an der Außenfassade messen beispielsweise die Temperatur und passen so die Heizungseinstellungen an.

Die zentrale Steuerung und die Automatisierung, die das „Smart Home“ verspricht, reagieren auch auf den demografischen Wandel. Bewegungsmelder sollen etwa bei Stürzen einen Alarm auslösen können.

Intensive Planung eines komplexen Systems: Neue Arbeitsfelder

Die Planung der smarten Systeme erfolgt sehr detailliert. Für das große Leistungsspektrum wird ein sogenanntes “Bus-Netz” verlegt, auf das auch sämtliche Stromleitungen und Steckdosen abgestimmt werden. Zusätzlich achten die Entwickler auf die Kompatibilität der verschiedenen Geräte. Da auch das „Smart Home“ auf die Zukunft ausgerichtet – oder eher eingerichtet – werden soll, ziehen Architekten zunehmend Elektro- und Haustechniker bei der Planung mit zu Rate. Dieser gestiegene Abstimmungsaufwand erschwert den Arbeitsprozess zusätzlich.

Eine aktuelle Studie zeigt, dass viele Menschen sich bei den intelligenten Systemen um ihre Privatsphäre sorgen. 27% der Befragten empfinden die Automatisierung zudem als unheimlich. Dagegen betrachten mehr als die Hälfte aller Beteiligten die Energieeinsparungen als erheblichen Vorteil und empfinden einen höheren Komfort im Alltag.

Fest zu stehen scheint, dass intelligentes Wohnen in Zukunft große Auswirkungen über den privaten Bereich hinaus verzeichnen wird. Altenheime, Krankenhäuser und sonstige Einrichtungen experimentieren schon lange mit den Möglichkeiten einer technischen Unterstützung zur Pflege.

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