Fenster

Die Augen des Hauses – Fenster und ihre Funktion

4. April 2018

Helle, lichtdurchflutete Räume vermitteln in den eigenen vier Wänden ein Gefühl von Freiheit. Fensterelemente sollten daher gut durchdacht werden. Moderne Versionen dienen zu weit mehr als der natürlichen Beleuchtung: Wärme-, Schall- und Einbruchschutz lassen sich heutzutage mit ihnen regulieren. Viele deutsche Gebäude wurden vor 1978 errichten, aus diesem Grund entsprechen viele Fenster nicht mehr den heutigen energetischen Standards. Der Modernisierungsbedarf ist groß – und so auch die Vielfalt der Möglichkeiten. Beim Neubau können Sie die Fenster bequem einplanen und die wichtigsten Punkte, den Lichteinfall, den Wärme-, Einbruch und Schallschutz direkt berücksichtigen. Ein bestehendes Haus weist jedoch bereits Öffnungen auf. Da Fenster in der Regel Maßanfertigungen sind, stellt das für eine zeitgemäße Sanierung jedoch kein Problem dar. Mit dem Einbau sollten sie unbedingt einen Fachmann beauftragen, nur so sichern Sie sich ein langfristig qualitatives Ergebnis.

 

Fenster-Typen: Verschiedene Teilbereiche und ihre Anforderungen

Die Dachfenster

Lange Zeit wurde der Dachboden als Wohnraum unterschätzt. Durch moderne Isolationstechniken hat sich die Lage jedoch gewandelt, mittlerweile kann er zum wahren Wohn-Highlight werden. Vor allem wenn man die natürlichen Gegebenheiten, wie etwa Stützbalken und starke Schrägen, richtig inszeniert, entsteht eine besonders gemütliche Atmosphäre. Damit aus einem Dachboden richtiger Wohnraum wird, müssen geeignete, große Dachflächenfenster installiert werden. Stellen Sie sich beispielsweise den Ausblick vor, den Ihnen ein ebenerdiges Dachfenster bietet! Durch Dachoberlichter können Sie auch beim Flachdach ein Menge Sonnenlicht einfangen und fühlen sich in Ihrem Zuhause dem Himmel ein Stück näher.

Die Fassadenfenster

 Wenn man an die Fenster eines Hauses denkt, kommen einem zuerst die Fassadenfenster in den Sinn. Die Fensterfronten sollten größtmöglich bemessen werden, weil sie nicht nur für ausreichende Belichtung sorgen, sondern auch die Beziehung zur Außenwelt herstellen. Dadurch erzeugen Sie ein befreites Wohngefühl. Zum Süden gerichtete Fenster sollten dabei generell größer bemessen sein, als die zum Norden gewandten. Auf diese Weise nutzen Sie möglichst viel kostenfreie Sonnenenergie und halten den Wärmeverlust im Winter gering. Bei Neubauten kann diese Ausrichtung in der Planung berücksichtigt werden. Bei bestehenden Gebäuden können Sie gegebenenfalls mit einem hohen Wärmedämmwert der Fenster gegensteuern.

Die Kellerfenster

 Die Wahl der Kellerfenster unterscheidet sich je nach Nutzungsart der Räume. Wollen Sie ihn als beheizten Wohnraum verwenden, zählt der Keller zur thermischen Gebäudehülle Ihres Hauses und muss den gleichen energetischen Vorgaben entsprechen. Benötigen Sie jedoch nur unbeheizten Lagerraum, müssen Sie keine Anforderungen beachten. Bei einem Neubau sollten Sie diese Entscheidung unbedingt im Vorhinein treffen, da sich die Perimeterdämmung (Kelleraußenwände und Bodenplatte) teilweise nicht nachrüsten lässt. Ob Sie einen bloßen Verschluss der Wandöffnung oder ein hochwertiges Fensterelement benötigen, hängt also vollkommen von Ihren Wohnplänen für den Raum ab. Weitere Informationen finden Sie hier>>

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