Wärmepumpe Heatpump Pompe à chaleur

17. September 2015

Wie der Name schon sagt, handelt es sich hier um eine Pumpe, Fachbezeichnung Verdichter. Das Prinzip ist Folgendes, durch Pumpen bzw. Komprimieren entsteht auf mechanischem Wege Wärme. Wir kennen dies von der Fahrradluftpumpe. Beim Befüllen des Schlauchs wird der Zylinder der Luftpumpe mit jedem Pumpenschub wärmer. Ein Großteil der Abwärme bei Verbrennungsmotoren geht auch von der Verdichtung im Verbrennungsraum aus. Diese Wärmeentstehung beim Verdichten von Luft oder Flüssigkeit nutzt die Wärmepumpe. Über einen Kältemittelkreislauf wird die Wärme und die Kälte isoliert, die Wärme wird für die Wärmeversorgung zurückbehalten. Je nach Wirkungsgrad können mit der Wärmepumpe Temperaturen von über 70° C. oder höher bereit gestellt werden. Für einen ökonomischen Betrieb sind Vorlauftemperaturen der Wärmepumpe von unter 50° C. optimal. Die Vorlauftemperatur ist jene, welche die Wärmepumpe direkt an den Heizkreis oder Warmwasser-Kreislauf abgibt. Elektrisch betriebene Wärmepumpen können in Kombination mit einer Photovoltaikanlage und einem Batteriepuffer eine sehr gute Ökobilanz vorweisen. Den optimalen energetischen Wirkungsgrad erreichen Wärmepumpen in Kombination mit einer Flächenheizung und einer Vorlauftemperatur im Heizkreis von kleiner 30° Celsius. Bei entsprechender Auslegung der Photovoltaikanlage und einer besonders energiesparenden Bauweise (Passivhaus, Nullenergiehaus, Plusenergiehaus ect.) und dem energieeffizienten Einsatz einer elektrisch betriebenen Wärmepumpe produziert das Gebäude mehr Strom als es für den kompletten Eigenbedarf (Heizung, Warmwasser, Haushaltsstrom ect.) verbraucht.

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